Gelungener Ausflug nach Maria Laach

Donnerstag, 18. Juni 2026

Bei strahlendem Sonnenschein startete der Frauenbund Prümer Land am Donnerstag, den 18. Juni 2026, zu einer Tagesfahrt nach Maria Laach. Um 8:45 Uhr machten sich acht Teilnehmerinnen gemeinsam mit ihrem bewährten Fahrer im Kleinbus auf den Weg. Die Route führte zunächst an den markanten Kalkfelsen der Gerolsteiner Dolomiten vorbei. Über die Autobahnen A1 und A48 ging es danach zügig durch die land- und forstwirtschaftlich geprägte Zentral- und Osteifel. Nach der Ausfahrt Mendig/Maria Laach führte die Strecke durch dichte Wälder hinab in das Naturschutzgebiet des Laacher Sees. Gegen 10:00 Uhr erreichte die Gruppe ihr Ziel. Die geschichtsträchtige Abtei liegt idyllisch direkt am See in der Vulkaneifel. Vor Ort wurden die Frauen von einem Gästeführer empfangen, der sie informativ über das weitläufige Klostergelände leitete.

 

Die Abtei Maria Laach ist eine hochmittelalterliche Klosteranlage an der Südwestseite des Laacher Sees in der Vulkaneifel. Das im Jahr 1093 gegründete Benediktinerkloster gilt mit seiner sechstürmigen Pfeilerbasilika als eines der bedeutendsten und am besten erhaltenen Denkmäler der deutschen romanischen Baukunst. Heute verbindet die Anlage spirituelles Klosterleben, historische Kultur und lebendige Handwerksbetriebe und auch heute Anziehnungspunkt für viele Menschen.

Auf dem Weg zur Johanniskapelle... Die beeindruckende Bronzeskulptur des Laacher Engels faszinierte die Reisegruppe. Mit seinem mächtigen, schützenden Flügel gilt er als Botschafter des Friedens und der Hoffnung für das neue Jahrtausend.

 

Historischer Boden: Die im 19. Jahrhundert errichtete Johanneskapelle steht genau an der Stelle, an der sich im Mittelalter das alte Torhaus zum geschlossenen Klosterbezirk befand. Heute beeindruckt sie im Inneren durch moderne Kunstfenster von Georg Meistermann.

In der Westapsis ist das Pfalzgrafen-Hochgrab aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.          Hier ruhen in einem Steinsarkophag mit holzgeschnitztem Deckel die sterblichen Reste des Stifters Pfalzgraf Heinrich II.

 

Beim Betreten der Kirche wird der Blick angezogen von dem großen Mosaikbild im Chorraum in der Ostapsis. Es zeigt Christus, den Welterlöser, der über allem thront und in seiner Linken das aufgeschlagene Buch mit den Worten aus Johannes 14,6 hält. Hier versammeln sich die Mönche zu den festgesetzten Gebetszeiten, um Gott das Lobopfer darzubringen, für den Frieden der Welt und das Heil der Menschen zu bitten.

 

Der Kreuzgang: Ein wunderschöner, im Jahr 1859 restaurierter Innenhofbereich aus dem frühen 13. Jahrhundert. Er schließt direkt an die Klostergebäude an.

Die Nikolauskapelle: Ein kleiner, spätstaufischer Sakralbau aus dem 13. Jahrhundert. Sie diente früher als Pfarrkirche des Klosters und besitzt eine historische Gruft.

Die Jesuitenbibliothek: Sie gilt als eine der am besten erhaltenen und schönsten Bibliotheken des 19. Jahrhunderts. Nach der Säkularisation 1802 ging die ursprüngliche Klosterbibliothek verloren. Im Jahr 1862 übernahm der Jesuitenorden das Gelände und errichtete ein Studienzentrum Der eindrucksvolle Bibliotheksraum stammt aus der klösterlichen Bautradition und wurde nach der Vertreibung der Jesuiten ab 1892 von den Benediktinern mit historischen Buchbeständen gefüllt. 

 

Mit einem Gesamtbestand von über 260.000 bis 300.000 Bänden zählt die gesamte Klosterbibliothek zu den größten wissenschaftlichen Privatbibliotheken Deutschlands und steht unter nationalem Denkmalschutz. Die historische Prachtbibliothek liegt im Klausurbereich und kann exklusiv im Rahmen von Klosterführungen besichtigt werden

Für ihr Mittagessen wählte die Gruppe die im Frühjahr 2022 umfassend modernisierte Klostergaststätte. Der hell und zeitgemäß gestaltete Gastraum bietet dank großer Panoramafenster eine wunderbare Aussicht auf das Laacher Seetal und die historische Abteikirche. Serviert wurde den Gästen dabei traditionelle, regionale Küche.

In der Gemeinschaft des Klosters Maria Laach leben aktuell 25 Benediktinermönche. 

Die Mönche, auch Konvent genannt, leben nach der Ordensregel des heiligen Benedikt. Sie werden bei der Bewirtschaftung der klostereigenen Betriebe (wie der Gärtnerei, dem Hotel und der Keramikmanufaktur) durch etwa 220 bis 250 weltliche Mitarbeiter unterstützt.

 

Um 14:30 Uhr verließ die Gruppe das interessante Klostergelände und fuhren

in den Nachbarort Wassenach zum Atelier Beate Heinen.

Zu Gast bei Künstlerin Beate Heinen und Ehemann Ulrich

 

Ein herzlicher Empfang erwartete die Ausflugsgruppe bei Beate und Ulrich Heinen. Liebevoll kümmert sich Herr Heinen um seine gesundheitlich angeschlagene Ehefrau und hält ihr den Rücken frei. Das gemeinsame Atelier beeindruckte sofort: Die vielen ausdrucksstarken Kunstwerke der Künstlerin luden zum intensiven Betrachten und Verweilen ein.

Einblick in Leben und Kunst.

Herr Heinen teilte mit den Gästen wichtige Facetten ihres gemeinsamen Lebens. Seine Erzählungen über ihren tiefen Glauben, die feste Verbundenheit zur Kunst und die Kraft menschlicher Beziehungen waren gleichermaßen spannend wie berührend.

Kaffee, Kuchen und ein schöner Abschluss

Danach ging es gemeinsam in den idyllischen Garten. Herr Heinen kochte Kaffee, und dank zweier Teilnehmerinnen gab es dazu leckeren, selbstgebackenen Kuchen. In gemütlicher Atmosphäre klang der Tag wunderbar aus, bevor die Gruppe gegen 19 Uhr wieder wohlbehalten und voller schöner Eindrücke in Prüm ankam.