Beate Born wurde mit der Bistumsmedaille geehrt !

Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 18. April im Anschluss an das Pontifikalamt im Trierer Dom die Bistumsmedaille an Beate Born aus Prüm verliehen.

Mit der Bistumsmedaille und der Urkunde werden Personen gewürdigt, „die durch ihr glaubwürdiges Zeugnis als Christen und ihr außerordentliches Engagement Bedeutsames in Kirche und Gesellschaft bewirkt und dazu beigetragen haben, die Kirche im Bistum als Ort gelebten Glaubens erfahrbar zu machen.“

Beate Born hat den Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) im Zweigverein in Prüm und den Diözesanverband Trier in den zurückliegenden Jahrzehnten gestaltet und geprägt. 

Bereits 1988 trat sie dem KDFB Zweigverein Prüm bei, dessen Vorsitzende sie von 1994 bis 2002 war.

1995 wurde sie Kassenwartin im KDFB-Diözesanverband, 1999 übernahm sie den stellvertretenden Vorsitz. 2003 wurde sie Diözesanvorsitzende der KDFB Trier und überführte den Verband 2017 in einen eingetragenen Verein. Von 2008 bis 2012 war sie Vorstandsmitglied im Trierer Katholikenrat, wo sie sich in unterschiedlichen Sachausschüssen und Gremien engagierte, darunter fünf Jahre im Sachausschuss „Geschlechtergerechtigkeit“. 2016 wurde sie Vertreterin des Katholikenrates im Gremium „Bischofsfonds für Frauen in Konfliktsituationen“. Von 2003 bis 2015 war Born Vizepräsidentin des KDFB-Bundesvorstandes und vertrat den Verband in diversen Funktionen, etwa bei der Europäischen Allianz katholischer Frauenverbände und der Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrates.

 

Beate Born bedankte sich für diese Würdigung:

 

„Für mich persönlich bedeutet die Bistumsmedaille eine außerordentliche Wertschätzung meines ehrenamtlichen Engagements; diese hohe Anerkennung gebührt aber auch allen Frauen im Katholischen Deutschen Frauenbund, die mich motiviert haben, mich auf meinem Weg begleitet haben und sich mit mir gemeinsam für eine lebenswerte und gerechte Welt für alle Menschen eingesetzt haben. Ich wünsche mir, dass diese Auszeichnung ein Ansporn für alle ehrenamtlich engagierten Frauen ist, sich nicht entmutigen zu lassen und für ihre Überzeugungen einzustehen“. 

 

„Es ist ein Glück, eine Frau zu sein!“, so die wiederkehrende Aussage in der Laudatio. Sehr wesentlich gestalten Frauen das kirchliche Leben: Als Engagierte in vielfältig diakonischen  Bereichen, als Katechetinnen, in der Verantwortung in einem Rat, in zahlreichen weiteren Diensten sind in der Mehrzahl Frauen die Gestalterinnen. Andererseits wird Frauen, die die Berufung zur Diakonin oder Priesterin spüren, der Zugang zu den Weiheämtern verwehrt. „Das ist ein Schmerz, den nicht nur die berufenen Frauen spüren, sondern der ins Herz der Kirche sticht und der den Leib der Kirche zusehends amputiert. Es ist ein Ärgernis, dass die vielfältigen Begabungen und Fähigkeiten von Frauen nicht die Anerkennung und Wertschätzung erfahren, die sie verdienen und dass die Charismen von Frauen der Gemeinschaft nicht angemessen zugutekommen.“, so die Vorstandsfrau Stefanie Peters.

An diesen herausfordernden Aussagen knüpfte Bischof Ackermann an. Im Bistum Trier sei man weiter und habe Frauen in verantwortlicher Position aber auch da sei noch Luft nach oben. Die Verantwortung, die Frauen bereits wahrnehmen ist nicht minder zu schätzen. Er appellierte an die Anwesenden, das eigene Engagement auch nicht kleiner zu machen, als es in Wirklichkeit ist!

Bei der anschließenden Begegnung im Domkreuzgang bestand die Möglichkeit zu vertiefenden Gesprächen. Auch wenn der Festakt Corona bedingt im kleinen Rahmen gefeiert werden musste, war es ein sehr angemessener Rahmen.

 

Fotos: Inge Hülpes